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Motivation auf Knopfdruck

Ich wollte ja schon immer mal länger was über Getting Things Done schreiben, gerade, weil ich es für ziemlich missverstanden halte. Einige Leute suchen ein Self-management-System, um ‘den inneren Schweinehund zu überwinden’ — etwas zu tun, das zu tun sie sich nicht wirklich motiviert kriegen —, und ich glaub, wer das in einem System wie GTD sucht, sucht an der falschen Stelle. Ich halte GTD eher für eine Vorstufe des Mind Upload, die erstmal nur selektiv geistige Prozesse, für die das Gehirn gegenüber anderen, künstlichen informationsverarbeitenden Systemen ineffizient ist, in letztere auslagert.

Aber ich will eigentlich nicht über GTD schreiben, sondern über den ‘inneren Schweinehund’. Der hat, glaubich, eine ziemlich solide Existenzberechtigung: Etwas nicht wirklich tun zu wollen, dürfte recht oft schon gute Gründe haben, wenn auch nicht immer bewusste. In dem Fall könnte es verheerende Folgen fürs eigene Wohlergehen haben, fände man einen Weg, die eigene Motivation auf Knopfdruck durchs Ich/Über-Ich (mein Freud-Gedächtnis ist lückenhaft) zu steuern. Nun ist aber die biotechnische Herbeiführung dieser Möglichkeit durchaus denkbar:

(via George Dvorsky)

Ist Selbstdisziplin erstrebenswert?

Ach ja, und die “sich selbst programmieren”- / “sich selbst skripten”-Metapher greift offensichtlich um sich.

Saturday March 8, 2008

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Kommentare

  1. Rainer / 10. March 2008, 00:34 Uhr

    GTD als Vorstufe für Upload ist eine interessante Idee, die mich auch schon einige Zeit beschäftigt. Etwas anders gefasst: Ich beginne, meine Handlungen a) zu protokollieren (“What are you doing?”) b) den Raum aller möglichen NextActions in eine digitalisierte Liste von Alternativen umzuwandeln. Neben den Actions bilde ich auch meine Ziele digital ab. So in etwa arbeiten auch manche KI-Planungssysteme, die einzelne Todo-Items dann mittels Nutzenfunktion bewerten, optimieren und sogar What-If-Szenarien durchspielen können. Heutzutage sind GTD-Systeme oft auf Actions beschränkt, die wir am Rechner erledigen, aber intelligente Kleidungssensoren oder Kühlschränke die mit Barcode- oder RFID-Lesern für Lebensmittelverpackungen kommen ja irgendwann.
    Wenn man mal den typischen Alltag eines Menschen einer Detailstudie unterziehen würde, dürfte man feststellen, dass wir kaum mehr als ein paar hundert Arten von Tätigkeiten beherrschen und immer wieder abspulen. Als Kurzweilist könnte man jetzt beginnen, die Todo-Items zu zählen, die man heute schon pro Tag anlegt bzw erledigt, und schauen ob man es dank immersiver Alltagstechnologien in den kommenden Jahren schafft, ein immer lückenloseres digitales Model unseres kompletten Handelns zu bauen.

  2. Christian / 10. March 2008, 14:37 Uhr

    Mein nie fertigwerdendes GTD-Programm, das seinen Zweck mehr als Programmier-Übung erfüllt, um mir Python beizubringen, als um irgendwas Sinnvolles zu machen, hatte als informationelle Einheiten (für Aufgaben, Projekte, Kontexte) dann auch am Ende nur noch Bezeichnungen wie ‘Neuronen’ und ‘Synapsen’, um mal die GTD-Mind-Upload-Metapher perfekt zu machen ;-)

    David Allens reine Lehre von GTD käme deiner Anforderung aber auch schon recht nae, erfordert sie doch, eben wirklich undifferenziert’alles’, was einem im Kopf als zu erledigende Aufgabe oder zu entwickelnde Idee rumzuspuken fähig ist, in das System zu transkribieren (und dazu würde ich in letzter Konsequenz dann auch, so zynisch das klingt, vermeintliche Selbstverständlichkeiten des Familien- und Beziehungslebens, oder auch, so albern das klingt, Banalitäten wie Zähneputzen und Nahrungsaufnahme zählen). Der zu jeder Aufgabe zu bestimmende ‘Kontext’, der ihre Erledigung ermöglicht, ließe sich dann mit diesen ‘immersiven Alltagstechnologien’ kurzschließen.

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