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Post-Privacy: individuelle Freiheit vs. Rechtfertigungszwang

In den nächsten Tagen noch ‘n paar Notizen zur Auflösung der alten Privatsphäre und der Identität und anderem Krams in der selben Ecke, in Nachfolge zu meinem Eintrag von neulich und den dortigen Kommentaren …

I. Post-Privacy & die Freiheit von Rechtfertigungszwang

Wir brauchen derzeit Privatsphäre, um Dinge geheimhalten zu können. Wir wollen Dinge geheimhalten, um uns nicht für sie rechtfertigen zu müssen. Sich nicht rechtfertigen zu müssen, heißt: etwas sein oder tun können, unabhängig vom Urteil unseres Umfeldes.

Sich für bestimmte Dinge nicht rechtfertigen zu müssen, das ist die Trennlinie, die das Individuum zwischen sich und dem Konformitätsdruck der Gesellschaft zieht. Die Frage nach einem positiven Begriff von Post-Privacy muss also lauten: Können wir uns eine kulturelle, gesellschaftliche Situation vorstellen, in der wir in aller Offenheit Dinge sein oder tun können, die keinen Erwartungen unseres Umfelds entsprechen, ohne uns dabei gegenüber unserem Umfeld rechtfertigen zu müssen?

Ein positiver Begriff von Post-Privacy erfordert anstatt der Freiheit von Beobachtung die Freiheit von Rechtfertigungszwang. Eine Gesellschaft, die Menschen dafür verdächtigt und benachteiligt, dass sie sich in ungewöhnlicher oder unerwarteter Weise verhalten, ist nicht reif für Post-Privacy. Erst eine Gesellschaft, die den Individualismus, das Ungewöhnliche und das Unerwartete voll als Werte akzeptiert, würdigt, feiert … ist reif für Post-Privacy.

Morgen dann was zu Post-Identität, Verlust der Ich-Funktion, blabla …

Monday November 26, 2007

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Kommentare

  1. johan / 26. November 2007, 23:23 Uhr

    Ich bin gespannt. Wirklich. Weiter, mehr!

  2. Christian / 27. November 2007, 23:01 Uhr

    @johan: Thx, hoffe, du kannst mit Folge Zwei auch was anfangen, die ist glaubich etwas wirrer geraten ;-)

  3. Peer / 16. December 2007, 23:04 Uhr

    Jaja. Du hättest hier sein sollen, als ein verwirrter Betrunkener aus unerfindlichen Gründen hier vor dem Haus sich stundenlang laut rufend und beleidigend sich über irgendwas aufregte und die Polizei war auch gerufen, stand aber nur ratlos daneben und wußte auch nicht, was sie machen sollte.
    Außer so einem Ratschlag wie, nun gehen Sie doch nach Hause oder so.
    Nachdem sie dann abgezogen waren, verlor er auch die Lust…
    Also man kann noch reichlich auffällig herumbölken, ohne das was passiert, nur, die meisten traun sich nicht. :-)

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