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Zivilisationen Typ I, Typ II, Typ III -- und darüber hinaus bis in die Göttlichkeit

Futuristische Mindfucks, die noch weit über die Technologische Singularität hinausgehen, holt man sich am Besten in der Spekulation über mögliche Entwicklungsstände außerirdischer Zivilisationen.

Man kann ja viel spekulieren über außerirdische Zivilisationen. Irgendwie fehlt da schließlich die Empirie. Wir haben nur uns selbst. Nichtsdestotrotz gibt es ernsthafte Überlegungen über potentielle Eigenschaften außerirdischer Zivilisationen. Und selbst, wenn wir ganz allein im Universum wären, könnten diese Überlegungen immer noch unserer eigenen Zivilisation als Referenzmaßstab dienen.

Futurismic verweist aktuell auf eine Einführung in derlei Komplexe durch den populärwissenschaftlich tätigen Dr. Michio Kaku (der aus dem Feld der Theoretischen Physik kommt). Ausgehend vom Problem, wonach konkret man denn bitte Ausschau halten soll, wenn man wie SETI nach außerirdischen Zivilisationen sucht, und der Behauptung, auch außerirdische Zivilisationen unterlägen fundamental denselben Naturgesetzen, die uns jetzt schon bekannt seien, wendet er sich der sogenannten Kardaschow-Skala zur Einstufung möglicher außerirdischer Zivilisationen zu.

Die Kardaschow-Skala fragt nach der Fähigkeit einer Zivilisation, die Energie ihrer Umwelt umzusetzen. Zivilisationen vom Typ I setzen die gesamte Energie ihres Planeten um. Zivilisationen vom Typ II sind bereits fähig, den gesamten Energie-Output ihres Sonnensystems umzusetzen. Zivilisationen vom Typ III setzen die Energie ihrer ganzen Galaxie um.

Michio verschaltet das dann mit Fragen wie: Wo sind wir als Menschheit? (Typ 0.) Wie lange könnten wir brauchen, um zu Typ I, zu Typ II, zu Typ III aufzusteigen? (Ein paar Hundert, ein paar Tausend Jahre.) Er stellt auch ein paar Ansätze vor, gezielt nach Maßgabe dieser Einstufungen außerirdische Zivilisationen zu suchen, zu beobachten und zu kontaktieren. Auf diese Weise erklärt er beängstigend restlos die Handlung von 2001: A Space Odyssey und den dortigen Monolithen als simple Von-Neumann-Sonde.

Richtig spannend wird es aber in der noch weitergehenden Zukunftsprojektion über die eingeführten drei Zivilisationsstufen hinaus. Da wird dann von Fragen ausgegangen wie dem Tod des Universums und wie man ihn überwinden könne. Das Weiterdenken der Zivilisationsstufen auf IV, V, VI … hinaus. So entfaltet sich die ganze Pracht der futuristischen Extrapolation. Das Verlassen unseres Universums. Das Erschaffen neuer Universen im Labor … Die deutsche Wikipedia hilft mit weiterspekulieren:

Und dann hatten die Freunde des Intelligent Design doch recht. Unser Universum wurde vielleicht nur von einer Typ-VII-Zivilisation erschaffen, um aus einem kollabierenden früheren Universum zu entkommen oder um als Energiequelle benutzt zu werden?

Monday July 30, 2007

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Kommentare

  1. mixis / 01. August 2007, 17:15 Uhr

    Falls es Typen gestaffelter geben sollte, sind die niederen Typen entweder vollständig im höheren enthalten oder nicht. Der erste Fall wäre etwa so sinnvoll wie die Behauptung, dass ich meine Parasiten beherrsche und umsetze oder meine Zivilisation mich. Der zweite Fall wäre ein Armutszeugnis für die höhere Zivilisation.
    Es läuft also doch wieder – je nach Laune – auf Singularität oder Nihilismus hinaus. Das gilt übrigens für alle Theorien, die mit Begriffen wie Gott, Universum oder Apfelstrudel hantieren

  2. Christian / 02. August 2007, 01:40 Uhr

    mixis: Hm. Deinen Kommentar kann ich argumentativ nicht ganz nachvollziehen. Care to elaborate? :-)

  3. mixis / 06. August 2007, 13:41 Uhr

    Ich halte mich da an Kapielski: Philosophie ist nicht zum Verstandenwerden da! (Gottesbeweise I-VII)
    Ich bin hier auch eher fachfremd und beschäftige mich mehr mit Fragen wie, ob es intelligentes Leben auf der Erde gibt. Bei der Einteilung in Typen anhand des Energienutzung habe ich folgende Probleme: – Eine scharfe Abgrenzung einer Zivilisation ist nicht möglich. Komplexe Systeme sind strukturell mit anderen Systemen gekoppelt. Beispielsweise sind Parasiten, Menschen, Populationen von Menschen schon so komplex gekoppelt, dass ich nicht mehr sagen kann wer den Ton angibt. – In eine ähnliche Richtung geht dann die Frage, wie ein System Energie nutzt und warum der Energieumsatz überhaupt so wichtig ist. Man könnte auch mal Entropie betrachten. Ich glaube das ist kulturell bedingt. Ein Auto mit viel Leistung kommt meistens besser an als eins mit viel Entropie. – Noch etwas weiter geführt könnte ich auch behaupten, dass unsere Zivilisation nicht Energie nutzt, sondern die Energie uns nutzt um die Entropie zu vergrößern. Hm, der Gedanke gefällt mir. Unsere Kultur und unsere Existenz ist nur ein Nebeneffekt globaler Energieumwandlung.

  4. Christian / 06. August 2007, 17:20 Uhr

    mixis: Joa, und wie meine obige Wikipedia-Spekulation ja schon meinte: Unser Universum (und all seine Energie) existiert nur für die Energie-Ausbeute irgendeiner sehr viel höheren Zivilisation :-)

    Ein Cui bono auf ganz hohem Maßstab.

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