cine:plom
cine:tv:plom
kommentar:plom
reste:plom
Eines von mehreren
plomlompom-Projekten
Datenschutz-Erklärung
Impressum

futur:plom

Enjoying das Zukunft
Über diese Seite

Futuristische und utopische Notizen von Christian Heller a.k.a. plomlompom.

Orientierung

Themen-Einstiege

Berichte, Lektüren

Abonnement

Letzte Kommentare

24c3 #22: geschlechtspolitisches Sich-um-Kopf-und-Kragen-Reden (2)
     Günter Komoll, egal

Antisozialdemokratische Utopie Grundeinkommen (7)
     Martin Werner, Philipp, Klaus Gieg, ...

Afrikas größter Exportschlager: die Supercomputerisierung der Erde (3)
     Christian, Christian, sunny

Blogroll

Englisch

Deutsch

Lizenz

Für alle von mir verfassten Texte auf dieser Seite gilt folgende Lizenz:

Creative Commons License

Partnerschaften

Werbung

   

re:publica'09 #18: Interview, Pornographie

Tag 3, ca. 15.00 Uhr

Als Nächstes steht auf meinem Terminkalender nämlich, jawoll, wieder ein Interview! Und zwar das Aufregendste bis jetzt auf dieser re:publica, nämlich mit Mario Sixtus, dem Elektrischen Reporter, der mich über Internet-Meme ausfragen möchte und zu diesem Zweck in ein nahegelegenes Universitätsodersowas-Gebäude entführt. Als ich zurückkomme, ist es bereits etwas später geworden und der Innenhof füllt sich Richtung Blauer Saal in Form der Warteschlange auf einen Vortrag zur Futurismus-Kulturgeschichte des Pornofilms von Tina Lorenz.

Völlig unbegreiflicherweise ergattere ich in jenem tatsächlich noch einen kleinen Stehplatz am Ende des Raums, juchhu! Tina fängt mit Stummfilmpornographie an, arbeitet sich von dort zu Nudisten-Mondkolonie-Sexploitation von Doris Wishman vor, zu Pseudo-Camp aus den 70ern mit Dildo-Raumschiffen (“Flesh Gordon”), dystopisch-postapokalyptischer Arthaus-Pornographie aus den 80ern (“Cafe Flesh”), ausstattungs-/spezialeffekttechnisch bereits aufwendiger SciFi-Genre-Nachbildungs-Pornographie zu “Star Wars” und stylish-merkwürdigem asiatischem SciFi-Porno-Arthaus.

Mich stört einzig, dass Tina ihren Redeteil zugunsten des Zeigens möglichst vieler unterhaltsamer (alles in allem bedauerlicherweise jugendfreier) Clips etwas kurz hält, denn sie hat eigentlich viel Informiertes und Analytisches zu sagen. Das wird etwas deutlicher nach Abschluss ihrer Präsentation, zur Publikums-Fragerunde, als aus dem Ping Pong verschiedener Köpfe im Saal Erörterungen über die Videokultur von YouPorn (primär Werbematerial für professionelle Pornographie statt User-generated content?) und die Bedeutung des Web 2.0 für die Porno-Industrie bis hin zur Bedeutung des ‘männlichen Blicks’ nicht allein im Pornofilm, sondern im Mainstream-Kino allgemein werden.

Saturday April 11, 2009

Werbung

Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen.