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24c3 #23: Weltraumkommunismus

(Bloggen vom Chaos Communication Congress)

23.00 Uhr: Space Communism / Communism or Space first?

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Captain Janeway (Daniel Kulla) präsentiert sich mit seiner Tasse (“Coffee: I beat the Borg with it!”), Ijon Tichy (Oona Leganovic) legt seine Füße auf den Tisch: Die beiden Science-Fiction-Größen wollen, nachdem sie sich aus dem abgestürzten Raumschiff c-base gerettet haben, die Frage verhandeln, was die Menschheit zuerst ansteuern müsse, die Erkundung des Weltraums oder den Kommunismus.

Das, was ich von dem Gespräch mitbekomme, ist durchaus nicht uninteressant. Leider habe ich aber so einige Verständnisschwierigkeiten, akustisch-phonetisch.

Wie dem auch sei, Janeway argumentiert über die edukative Vorbereitung, die die Raumfahrt der Menschheit verschaffen würde, das Kenntnissammeln im Fremden als Grundlage zum Aufwerfen der Fragen und Wandlungsprozesse für den nächsten eigenen zivilisatorischen Selbstverbesserungsschritt; erst das Wissen, dann die Folge aus dem Wissen ziehen, die ja gerne Kommunismus heißen mag. Dieses Großprojekt erfordert Planung und reibungslosen Maschinenablauf, Technologie und Struktur.

Tichy dagegen argumentiert für Spontaneität und Experiment anstelle eines Abwartens und Verlassens auf die Selbtförderung der Zukunft durch die Technik. Wissen ist stets unvollständig und Technologie in ihren Folgen nicht vollständig antizierbar, ist unberechenbar, und genau das verlangt als Herangehensweise ein Herumspielen statt ein Planen mit ihr. Großplanerische Autorität funktioniert nicht und schafft eine Snafu-Mentalität. Im Voraus zu wissen, was man tun muss, dämmt die Kreativität.

Janeway übersetzt die Behauptung von Schwächen des Maschinenansatzes in die Reflektion menschlicher Schwächen auf die Maschine. Tichy propagiere blinden Aktionismus und übersehe als Individualist die Potentiale der Kooperation.

Tichy sieht in Janeways Hoffen auf Erreichbarkeit des Kommunismus über den Umweg der Raumfahrt Techno-Optimismus und will den Kommunismus lieber hier und jetzt ausprobieren, sieht ihn eher als Vorbedingung der Ausbreitung der Menschheit in den Weltraum, denn “without communism we are the laughing stock of the galaxy”, die Annahme des Kommunismus kennzeichne die Menschheit als “less fucking stupid”.

Streit über gegenseitige Vereinnahmung von Timothy Leary und die Durchzogenheit seiner Metaphern mit Drogen- oder Weltraumvisionsbegriffen, propagierte Leary die Entwicklung eines neuen menschlichen Selbstbewusstseins via Raumfahrt?

Tichy warnt vorm “drowning in stupid rationality”. “Have a plan or be part of someone else’s” vs. Janeways “be part of a bad plan or part of a good plan”.

Saturday December 29, 2007

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