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Das Fermi-Paradoxon: einsames Leben im Kosmos?

Wir suchen und suchen und finden nicht, was doch vermeintlich so deutlich hervor scheinen sollte: intelligentes Leben anderswo im Universum.

Derzeit zirkuliert durch die englischsprachige Futuristen-Blogosphäre eine neuerliche Diskussion des “Fermi-Paradoxons”:

Die ungeheure Größe des Universums und die ungeheure Vielzahl seiner Welten und unsere naturwissenschaftlichen Kenntnisse über all das lassen außerirdisches Leben als eine statistische Zwangsläufigkeit erscheinen. Wieso haben wir dann, in unserem emsigen Studium unserer galaktischen Nachbarschaften, bisher noch keinen einzigen Hinweis auf außerirdische Intelligenz entdeckt? Unter zig außerirdischen Zivilisationen müsste es doch auch genug geben, die uns technisch ebenbürtig oder überlegen wären und dabei deutliche Spuren im All hinterlassen würden.

Warum?

George Dvorsky gibt in einem dreiteiligen Vortrag in seinem Blog eine breite Übersicht über die Diskussionen und die Thesen zu diesem Paradoxon. Es gibt genug Lösungsvorschläge: Außerirdisches Leben ist zu selten. Oder die kosmischen Gräben sind zu groß, um Hinweise auf Leben (ausreichend schnell) zu uns zu tragen. Oder die Aliens halten ihre Existenz absichtlich vor uns geheim. Einige Thesen gleiten in futuristische Skizzen auch für die Menschheit ab: Wir finden keine uns überlegenen außerirdischen Zivilisationen, weil technologisch fortschrittliche Zivilisationen sich zwangsläufig selbst zerstören. Oder: Infolge einer Technologischen Singularität introvertieren sie sich in höhere Bewusstseinsformen und isolieren sich auf ihrem Heimatplaneten, verlieren jedes Interesse am restlichen Universum. Oder: Sie sind so fortgeschritten, dass ihre Einflüsse auf und Interaktionen mit dem Universum für uns nicht mehr von den natürlichen Gegebenheiten des Kosmos unterscheidbar sind (= sie sind göttlich). (Siehe auch meinen futur:plom-Artikel neulich über eine Entwicklungsstufen-Einteilung möglicher Alien-Zivilisationen nach der Kardaschew-Skala.)

Was ist die Position des Menschen?

Am Ende steht die grausame Frage: Sind wir ganz allein im Universum? Ist das Leben auf dem Planeten Erde das einzige intelligente Leben, um dem Universum Sinn und Bedeutung zu geben, um es zu verstehen und zu verändern? Nur wenn Leben im Universum häufig ist, ist auch intelligentes Leben häufig. Aber wie können wir eine Häufigkeit ermutmaßen, wenn wir nur ein einziges Vorkommnis von Leben, nämlich das auf unserem Heimatplaneten Erde, kennen?

Aus diesem Grund wäre bereits die Entdeckung allerprimitivsten Mikrobenlebens z.B. auf dem Mars eine Entdeckung, die die philosophische Stellung der Menschheit von Grund auf neu gestalten würde. Aber das Universum ist verdammt groß. Und wir haben, historisch betrachtet, gerade erst angefangen, uns darin umzuschauen. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung auf die eine oder andere Entdeckung.

Ein paar Texte:

George Dvorsky, Sentient Developments:
“The Fermi Paradox: Back with a vengeance”
“The Fermi Paradox: Advanced civilizations do not…”
“The Fermi Paradox: Possible solutions and next steps”

Wikipedia:
“Fermi paradox”

Slashdot-Diskussion:
“The Fermi Paradox is Back”

Paul Gilster, Centauri Dreams:
“Musings on a Living Cosmos”

Phil Bowermaster, The Speculist:
“Where Are They? Two Views”

Jack William Bell, Antigravitas:
“Where are they? A third view”

Tuesday August 7, 2007

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