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EU vs. Human Enhancement

So langsam grübeln auch wichtige politische Institutionen über Veränderungen des “Menschen” durch kommende Technologie nach.

Noch mehr fortschrittsethischer Diskurs in der Technology Review: Niels Boeing verweist auf eine Passage in einem aktuellen EU-Kommissionspapier über einen zu entwickelnden Verhaltenskodex für Nanotech-Forschung. Darin sorgen sich die Autoren zur Rechtfertigung einer Regulierung unter anderem um so Dinge, die sich wie die Weihnachts-Wunschliste von Otto Normaltranshumanist lesen:

Physical alteration or enhancement of the human brain or of the heritable genetic code for non therapeutic purposes; […] Non-therapeutic enhancement of human capabilities that create a risk of dependence, or are irreversible or are beyond the range of normal human capabilities.

Das Nanodot-Blog kontert sarkastisch mit schon lange realisierten und akzeptierten Alltags-Beispielen für derlei ‘Gefahren’.

Gesellschaftlicher Druck dafür

Boeing macht dagegen den einzigen mir bekannten Kritikpunkt an transhumanistischer Modifikation auf, den ich bisher als relevantes mögliches Problem nachvollziehbar finde: Der Konkurrenzdruck in der freien Wirtschaft und auf dem Jobmarkt könnte in einer transhumanistischen Gesellschaft zu so mancher Eigenmodifikation zwingen, die dann längst nicht mehr freiwillig wäre. Aber, nunja, körperlicher und psychologischer Anpassungsdruck ist in diesen Situationen auch jetzt schon gegeben.

Gesellschaftlicher Druck dagegen

Die Betonung des “Non-therapeutic” als Maßstab des kritisierenswerten Human Enhancement in dem Papier erinnert mich dagegen stark an Quinn Nortons Body-Modification-Vortrag auf dem letzten Chaos Communication Congress: Gesellschaftlich akzeptiert ist jedes “Treatment”, das das Individuum biologisch und in seinen Fähigkeiten der Masse und einem für sie als ‘normal’ definierten ‘Gesundheitszustand’ angleicht, verpöhnt und tabuisiert dagegen jedes “Enhancement”, das es gegenüber der Masse und dem gesellschaftlich festgelegten ‘Normalzustand’ hervorhebt.

Die Zukunft

Aber wenn’s von genug kaufkräftigen Menschen favorisiert wird und darüber hinaus im einen oder anderen Bereich effizienteres Wirtschaften ermöglicht, wird sich Human Enhancement langfristig wohl von keinem EU-Bürokraten bannen lassen.

Tuesday July 31, 2007

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